Mittwoch, 26. August 2009

Antwort zum ST- Artikel "Leuchtturm im offenen Meer der Information"

Interessanter Artikel, der allerdings ebenfalls (wahrscheinlich aus protektionistischen Motiven) nicht umhin kommt sich den Fauxpas zu gönnen, wieder gängige Vorurteile Gegenüber dem Internet aufzuwärmen (auch wenn in relativ eloquenter Form). Wer, wenn nicht der Bürger, hat denn im Internet das sagen und gestaltet so auf eine sehr unmittelbare Weise den "diskursiven Prozess" mit? Mir fällt kein schlüssiges Argument ein, warum dieses bei einer Zeitung in Printform mit ihren gekürzten und beschränkten Zahlen an Leserbriefen besser gehen sollte als in (Micro-) Blogs. Für ein besseres Verständnis des Internets kann ich sehr diesen SPON Artikel sehr empfehlen.


PS. Ich bin auch klarer Anhänger einer Ko-Existenz von journalistischen Werken und Blogs (wobei das eine auch die Form des anderen haben kann). Solange sich der gebotene Journalismus selbst als Speerspitze der Aufklärung begreift bin ich dafür auch bereit die Arbeit entsprechend zu honorieren. Genau diesen Punkt finde ich aber z.T. auch bei "seriöseren" Medien (z.B. der "Zeit" wenn Josef Joffe mal wieder Siemens PR macht) defizitär und halte ihn daher für kein allein systemimmanentes Problem des Internets. Es kommt immer darauf an wie man Informationen bewertet und verarbeitet.


Update:


Kurze Abhandlung von Felix Neumann zum Thema "Qualitätsjournalismus"

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen