Mittwoch, 24. März 2010

Kleiner Nachtrag zum Thema "Bedingungsloses Grundeinkommen"


Hier hatte ich mich ja bereits ausführlicher mit dem Gedanken des BGE beschäftigt und u.A. geschrieben, dass ein BGE ein innovationsfreundliches Klima schaffen würde, welches zu weiterer Automatisierung einlade und somit die Verdrängung der „Erwerbsarbeit“ noch beschleunige.
Auch wenn ich an diese Faktoren weiterhin glaube, habe ich dennoch einen wichtigen Anreiz außer Acht gelassen: Die Lohnstückkosten. Diese würden durch das BGE deutlich sinken und somit einen impliziten Zwang auf andere Länder ausüben, ebenfalls solche Modelle einzuführen, denn erst wenn jedes Land jeweils ein länderspezifisches Grundeinkommen als Kombilohn bezahlt, kann man tatsächlich von einem international „fairen“ Arbeitsmarkt sprechen. Aber zurück zu den Lohnstückkosten in Deutschland: Um nicht durch die sinkenden Lohnkosten die Substitution der Arbeit durch Produktionsmittel zu verlangsamen, würde sich eine Steuerpauschale für jeden Arbeiter den ein Unternehmen beschäftigt anbieten. Somit ist weiterhin ein Anreiz zur Substitution vorhanden gleichzeitig ist dieses Verfahren relativ Bürokratieneutral.

2 Kommentare:

  1. Jaaaa genau!!! Wir würden bezüglich der Lohnkosten mit China konkurrieren können. Das ist es ja, was die meisten nicht sehen!! Das Grundeinkommen ist eben mehr als nur Geld auf die Kralle!!. Man stelle sich das doch mal vor...! :-)

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  2. "Jaaaa genau!!! Wir würden bezüglich der Lohnkosten mit China konkurrieren können. "

    Das war ja was ich mit "impliziten Zwang" meinte. Finde ich absolut begrüßenswert. Allerdings bin ich eben auch der Ansicht, dass der Anreiz zur Substitution erhalten werden sollte (momentan existiert er schon allein dadurch, dass Maschinen keine "Lohnnebenkosten" zahlen). Und diese "positive Diskriminierung" sollte man imho fortsetzen um die Reduktion der "Erwerbsarbeit" zu forcieren :)

    lg
    Daniel

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